„Mener l’enquête“

Unser Mitglied Gilles Labarthe, hat soeben eine Studie zu investigativem Journalismus in der Schweiz publiziert.

Quel est le comportement d’une équipe de tournage d’un film d’investigation TV confrontée à des refus d’accès aux sources? Quand et comment prend-elle la décision de recourir à la caméra cachée, à des pratiques «innovantes» ou même, «déloyales»? Quelles sont les principales stratégies et tactiques déployées pour faire face à des fonctionnaires réticents, aux nouvelles contraintes économiques et technologiques, aux risques d’uniformisation des médias? 

A travers une approche socio-ethnographique liant observation participante, entretiens semi-directs et récits de pratiques, ce livre propose d’étudier en détail l’évolution récente des «arts de faire» de l’enquête que les journalistes mobilisent, en tant qu’acteurs sociaux inscrits dans les relations triangulaires entre médias, pouvoirs (politiques, institutionnels, économiques…) et public.

L’auteur montre que les professionnel·le·s de l’investigation journalistique entretiennent une «nécessaire indétermination» autour de leurs pratiques. Ils recourent à des techniques d’enquête implicites, mouvantes et créatives; ceci, à la fois pour remédier aux désavantages d’une position précaire (manque de budget, de moyens…), pour contourner des problèmes d’accès aux informations gouvernementales, pour échapper à des tentatives de prise de contrôle sur leurs activités ou encore, plus récemment, pour déjouer les risques liés à la cybersurveillance.Gilles Labarthe propose de nouveaux éléments de compréhension sur le journalisme d’investigation et ses enjeux actuels, un champ de recherche qui n’avait encore jamais été exploré de manière approfondie en Suisse, sous cet angle. Il apporte aussi de nouvelles notions et des clés de lecture concernant la déontologie et les «fondamentaux» du métier, utiles aux cursus de formation professionnelle.   

Gilles Labarthe a un double parcours de chercheur scientifique et de journaliste indépendant (collaborateur pour La Liberté, Le Courrier, cofondateur de DATAS agence de presse). Auteur de livres et de films documentaires d’enquête, il est docteur en Journalism & Media Studies (Université de Neuchâtel). Il intervient aussi comme chargé de formation.

Der Goldene Corona-Sonder-Bremsklotz 2020 geht ans Seco

Hartnäckig weigerte sich das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Daten über die Corona-Kredite herauszugeben. Dafür wird das Wirtschaftsamt des Bundes von investigativ.ch, dem Netzwerk von Schweizer Recherche-Journalisten, mit dem Schmähpreis «Goldener Bremsklotz» ausgezeichnet.

Trotz einer eindeutigen Empfehlung des Öffentlichkeitsbeauftragten des Bundes hatte sich das Seco geweigert, beim Corona-Kreditprogramm Transparenz herzustellen. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte Zugang zu Daten über die Kreditvergabe an 100 000 Firmen im Umfang von 17 Milliarden Franken verlangt. Weil die Behörde bis heute nicht bereit war, Informationen selbst in pseudoanonymisierter Form zugänglich zu machen, bleibt vieles über das historische Kreditprogramm im Dunkeln.

Die Mitglieder von investigativ.ch wählten das Seco aus einer Liste mit weiteren Vorschlägen: «Mister Corona» Daniel Koch war unter anderem nominiert, weil er in der Anfangsphase der Corona-Pandemie den Nutzen von Gesichtsmasken systematisch kleinredete. Weiter nominiert war das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dieses war nicht in der Lage, Zahlen zur Pandemie rasch und verlässlich zur Verfügung zu stellen. Die Zollverwaltung war Kandidatin für den Schmähpreis, weil sie sich über ihre Bussenpraxis während der Corona-Pandemie in Schweigen hüllte.

Für Georg Humbel, Vorstandsmitglied von investigativ.ch ist die Wahl des Seco zwar überraschend. Der Fall zeige aber exemplarisch, wo auch Schweizer Medienschaffende in ihrem Recherche-Alltag auflaufen würden. Sie seien immer wieder mit einer «ganz normalen, unspektakulären Informationsverhinderung» konfrontiert.

In einer Stellungnahme gegenüber investigativ.ch schreibt das Seco, es sei zum Zeitpunkt des Gesuchs nicht im Besitz der angefragten Daten gewesen, und «selbst wenn wir sie gehabt hätten, nicht herausgeben dürfen». Firmengeheimnisse seien betroffen. Das Amt lehnt die Entgegennahme des Schmähpreises ab.

Mit der Vergabe dieses Goldenen Bremsklotzes – seinem achten – verabschiedet sich Georg Humbel aus dem Vorstand von investigativ.ch. Zudem tritt Serena Tinari nach fünf Vorstandsjahren als Präsidentin zurück. Sie bleibt dem Netzwerk im Beirat erhalten.

Neu wählte der Verein Cathrin Caprez und Marc Meschenmoser ins Co-Präsidium. Meschenmoser wird sein Amt im Frühsommer antreten. Bis dahin übernimmt Cathrin Caprez die Leitung des Vereins. Sie wird dabei von Vize-Präsident Martin Stoll (Sonntagszeitung, Öffentlichkeitsgesetz.ch) unterstützt. Caprez ist studierte Chemikerin und arbeitet bei Radio SRF als Wissenschaftsjournalistin. Neu in den Vorstand gewählt wurde ausserdem Tamedia-Datenjournalist Timo Grossenbacher.

Die Verleihung des Goldenen Bremsklotzes fand dieses Jahr im Rahmen einer digitalen Jahrestagung statt. «Recherchieren – jetzt erst recht» lautete das Motto. Die Veranstaltung wurde mit Unterstüzung von Unicam, dem Studierenden TV der Uni Fribourg aus dem Werkhof in Fribourg ins Internet gestreamt. Journalistinnen und Journalisten in der ganzen Schweiz verfolgten einen Workshop des schwedischen Investigativjournalisten Nils Hanson zum Thema Fakten-Check sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema «Recherchieren in Zeiten von Corona». Es diskutierten Lise Bailat, (Bundeshauskorrespondentin 24heures, La Tribune de Genève und Le Matin Dimanche), Bernhard Odehnal (Recherche-Desk Tamedia), sowie der freie Journaliste Sami Zaïbi, der für Heidi.news monatelang eine Gruppe Verschwörungstheoretiker infiltriert hatte. 

Jahrestagung auf Herbst verschoben

Es hat zwar ein wenig gedauert, denn wir wollten  sicher sein, dass alle Speakerinnen und Workshopleiter, die wir für unsere Jahrestagung am 8. Mai vorgesehen hatten, auch am Ausweichdatum dabei sein können.  Das hat geklappt und wir legen uns fest: Unser investigativ.ch-Jahrestreffen wird neu am 30. Oktober 2020 stattfinden.

Was wir auch im Oktober beibehalten: Die nationale Ausrichtung unserer Tagung. Sowohl auf den Podien als auch im Publikum nehmen Journalistinnen und Journalisten aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz teil. Damit die Aktualität trotz unserer frühzeitigen Planung dann nicht zu kurz kommt, halten wir uns natürlich noch ein paar Slots im Programm frei. Auch unsere Generalversammlung, die jeweils im Vorfeld der Tagung stattfindet, verschieben wir auf diesen Termin. Das detaillierte Programm werden wir rechtzeitig bekannt geben.
 
Wir freuen uns also, Euch am 30. Oktober 2020 im Werkhof in Freiburg im Üechtland begrüssen zu dürfen.

Werkstattgespräch zu den Magglingen-Protokollen

Am 15.12. um 19 Uhr auf Zoom.

Seit langem nicht mehr hat eine Recherche im Sportbereich so viel Staub aufgewirbelt. Ende Oktober haben Christof Gertsch und Mikael Krogerus (Das Magazin) die sogenannten «Magglingen-Protokolle» veröffentlicht. Sie zeigen, wie an der idyllisch gelegenen Sportschule oberhalb des Bielersees jahrelang vor allem Mädchen und junge Frauen eingeschüchtert und erniedrigt wurden – und wie dieser Missbrauch auch dann noch kein Ende fand, als hohe Stellen im Spitzensport davon erfuhren. Wohl auch deswegen hat diese erschütternde Recherche jüngst zu Reaktionen auf oberster politischer Ebene und zu personellen Konsequenzen geführt. Die Debatte um unmenschliche Zustände und ungesunden Leistungsdruck im Spitzensport fängt jedoch gerade erst an.Im Werkstattgespräch, das von investigativ.ch organisiert wird und über Zoom stattfindet, geben die beiden Autoren Einblick in ihre beachtenswerte Arbeit. Sie erzählen, wie sie es geschafft haben, das Vertrauen der portraitierten Frauen zu gewinnen und geben Recherchetipps für das Publikum.

Moderiert wird das Gespräch auf Zoom von investigativ.ch-Vorstandsmitglied Fiona Endres.

Der Link zum Gespräch.

Die Nominierten für den Corona-Sonderbremsklotz 2020

Daniel Koch

Mr. Corona hat in der Maskenfrage und bei seinem Wechsel ins Beraterbusiness höchst intransparent kommuniziert

Mr. Corona hat in der Maskenfrage zwar nicht gelogen. Aber er hat auch nicht die ganze Wahrheit gesagt. Er hat in der Anfangsphase der Pandemie den Nutzen der knappen Hygienemasken ganz offensichtlich systematisch und bewusst «kleingeredet». Damit hat Daniel Koch sogar dem Pandemieplan seines eigenen Amtes widersprochen: Dort steht, dass Masken das «allgemeine Infektionsrisiko» senken. Eine transparente Kommunikationsstrategie geht anders. Höchst intransparent war auch Kochs Wechsel vom Chefbeamtensessel zum Unternehmer. Schon auf dem Höhepunkt der Pandemie liess Daniel Koch die Webadresse Danielkoch-consulting.ch registrieren. Einen Monat später trat Koch – damals noch als Chefbeamter – im Fernsehen auf und riet dem Bundesrat, Sportveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern möglichst bald wieder zu erlauben. Zwei Wochen später gab Eishockeyclub SC Bern bekannt, Koch als Berater engagiert zu haben. Daniel Koch hat sich bei seinem übergangslosen Wechsel ins Beraterbusiness intransparent verhalten.

Das Bundesamt für Gesundheit

Das Bundesamt für Gesundheit schafft es bis heute nicht, maschinenlesbare Daten zeitnah zu veröffentlichen.

Dank Corona wurde auch dem Hinterletzten klar, wie wichtig gute Daten für die Bekämpfung einer Krise sind. Selten zuvor war das Interesse der Bevölkerung an aktuellen und fein aufgegliederten Zahlen so hoch. Nicht zuletzt auch für Journalistinnen und Journalisten, die für ihre Visualisierungen und Ticker auf stetig aktualisierte Zahlen angewiesen waren. Und hier hat das BAG fundamental versagt: Bis heute hat es die federführende Behörde nicht geschafft, maschinenlesbare, zuverlässig aktualisierte und gleichzeitig gut dokumentierte Datensätze zu veröffentlichen. Auf der Klimax der ersten Welle wurden die Daten noch in schlecht verarbeitbaren PDFs veröffentlicht, irgendwann schaltete das Amt dann auf Excel-Dateien um, deren Format es aber ständig wieder änderte. Digitalisierung sieht anders aus. Zahlreiche Appelle aus Journalismus und Wissenschaft verliefen im Sand und externe Hilfsangebote stiessen auf taube Ohren. Das ist nichts anderes als Informationsverhinderung – ob gewollt oder nicht.

Die Eidgenössische Zollverwaltung

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat Bussen ohne Rechtsgrundlage verhängt und weigert sich das entscheidende Dokument herauszurücken

Hurra! Hat sich wohl die eidgenössische Zollverwaltung gesagt, als der Bundesrat im April die Grenze schloss. Endlich wieder ran an die Arbeit! Und sie machte sich etwas gar eifrig ans Werk. Eigenständig entschied sie, auch Schweizerinnen und Schweizern die Besuche über die Grenze zu verbieten – und verteilte Bussen an sie. Dabei berief sich die Behörde auf die bundesrätliche Covid-Verordnung. Diese lieferte aber keine rechtliche Grundlage für einen solch schwerwiegenden Eingriff in die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Bussen seien illegal, monierten deshalb namhafte Rechtsgelehrte. Das bestreitet die EZB bis heute – gleichzeitig weigert sich die Zollverwaltung hartnäckig den entscheidenden Dienstbefehl an die Grenzwache öffentlich zu machen, mit dem Argument, er enthalte sicherheitsrelevante Informationen. Das überzeugte den eidgenössischen Datenschutzbeauftragten EDÖB aber nicht. Er empfahl in einem Schlichtungsverfahren der Zollverwaltung, das Dokument herauszugeben. Sie stellt sich weiterhin auf stur. Der Dienstbefehl an die Grenzwache war aber die Basis für die umstrittenen Bussen. Damit beisst sich die Katze in den Sack. Die Zollverwaltung macht es unmöglich, ihre Arbeit zu kontrollieren.

Das SECO

Das SECO weigert sich hartnäckig offenzulegen, welche Branchen von den Corona-Milliarden profitieren   

Es geht um eine unglaublich grosse Summe Geld: Schweizer Banken haben Corona-Kredite in der Höhe von rund 17 Milliarden Franken ausbezahlt. Dafür bürgt fast vollumfänglich der Bund. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wollte wissen, ob diese gigantischen Summen auch an Branchen fliessen, die klimaschädlich sind. Und verlangte deshalb Einsicht in die Daten der Corona-Kredite. Das SECO mauerte: Es habe diese Daten gar nicht. Diese Daten würden von den Bürgschaftsorganisationen verwaltet und diese seien nicht dem Öffentlichkeitsgesetz unterstellt, so das SECO. Diese Argumentation sei «Nicht überzeugend» fand der Öffentlichkeitsbeauftrage des Bundes, Adrian Lobsiger. Das Amt solle die Daten offenlegen. Das SECO wiederum zeigte sich damit «nicht einverstanden». Mittlerweile musste die Behörde sogar einräumen, dass es die umstrittenen Daten sehr wohl selber auch hat – um Missbräuche zu bekämpfen. Aber nun meinte das SECO, die Anfrage widerspreche dem Bankgeheimnis. Besonders absurd: Auf der eigenen Homepage veröffentlicht das SECO unter dem Titel «für die Medien» allerlei Grafiken, die auf den gesperrten Daten beruhen. 

Derzeit läuft die Abstimmung unter den Mitgliedern von investigativ.ch. Am 30.10. wird der Bremsklotz feierlich am investigativ.ch-Jahrestreffen überreicht. Willst Du digital dabei sein? Melde Dich hier an!

Das Jahrestreffen

Es war ein harziges Jahr – auch für Investigativ.ch . Unsere im Mai geplante Konferenz mussten wir virusbedingt abblasen, Workshops wurden trotz dem heissen Sommer aufs Eis gelegt. 

Doch ganz vermiesen lassen wir uns dieses Jahr nicht. Es freut uns sehr, dass wir nun doch noch ein Jahrestreffen veranstalten können: Am 30.10. in Fribourg. 

Die Veranstaltung wird den Umständen angepasst sein, das heisst wir werden alles streamen. Und weil dieses Jahr so harzig war, heisst das Motto des Jahrestreffens:  «Recherchieren ­– dringender denn je!»

PROGRAMM

Um 14 Uhr startet das Jahrestreffen mit den Resultaten der elektronischen Mitgliederversammlung (wer noch nicht geklickt hat: Hier gehts zu Unterlagen und Abstimmung. Falls Ihr das Passwort aus unserem letzten Mail nicht mehr findet, bitte ein Mail an kontakt@nospam-investigativ.ch).

Um 14.20 Uhr dürfen wir den schwedischen TV-Profi Nils Hanson begrüssen. Sein Thema: «Bulletproofing your Story». In seinem Workshop lernen wir, wie die von ihm entwickelten «line-by-line» Überprüfung funktioniert. Hanson ist Investigativ-Journalist beim Schwedischen Sender SVT und war von 2003 bis 2018 Chefredaktor von «Mission Investigate», eine preisgekrönte Sendung, für die er weiterhin arbeitet. 

 Um 15.40 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion zum Thema «Recherchieren in Zeiten von Corona». Zu Gast haben wir Lise Bailat, die als Bundeshauskorrespondentin von 24heures, La Tribune de Genève und Le Matin Dimanche unzählige Corona-Pressebriefings miterlebt hat; Bernhard Odehnal, Recherche-Desk Tamedia und Co-Autor von «Lockdown» ; sowie der freie Journalist Sami Zaïbi, der für Heidi.news monatelang eine Gruppe Verschwörungstheoretiker infiltriert hat. Die Diskussion ist zweisprachig, moderieren wird unser Vorstandsmitglied Ariane Gigon.

Weiter geht es um 16.40 Uhr mit der Verleihung des Goldenen Bremsklotzes 2020– in einer Corona-Spezialausgabe. In den nächsten Tagen folgt ein Mail zur Abstimmung für den Goldenen Corona-Bremsklotz.

 ANMELDUNG

Unser gesamter Jahrestreff wird digital übertragen. Das Team von Unicam,  dem Studierenden-TV der Uni Fribourg wird uns beim Filmen und Streamen aus Fribourg unterstützen. Wer dennoch live dabei sein möchte – mit Abstand, Schutzkonzept und Maske –  kann sich hier anmelden. Die Zahl der Teilnehmenden werden wir  begrenzen.

Wir bitten euch um Anmeldung bis 25.10. , ob ihr vorbeikommt oder digital teilnehmt: Hier findet Ihr das Formular.

Wir freuen uns auf Euch!

Abstimmung/Wahlen 2020

Hier findest Du alle Unterlagen zur Hauptversammlung. Um an Wahl und Abstimmung teilzunehmen, musst Du Dich nach einem Klick auf den Link zuoberst mit dem Passwort einloggen, das Du per Mail erhalten hast. Abstimmung und Wahlen sind offen bis zum 28.10. um Mitternacht.

Jahrestagung

Am 30. Oktober findet unsere Jahrestagung im Werkhof in Fribourg statt. Anmeldungen nehmen wir ab sofort entgegen. Unsere Mitglieder haben Vorrang, denn wir haben nicht nur das Programm reduziert, wir müssen auch die Zahl der Teilnehmenden einschränken. Aber: Ausnahmsweise ist es dieses Jahr kostenlos. Und: Wir übertragen alles per Stream! Den Link findet Ihr rechtzeitig auf www.investigativ.ch.

Die Jahrestagung beginnt um 14 Uhr mit einem Workshop mit Nils Hanson zum Thema «Bulletproofing your Story» und der von ihm entwickelten «line-by-line» Überprüfung. Hanson ist Investigativjournalist beim Schwedischen Sender SVT und war von 2003 bis 2018 Chefredaktor von «Mission Investigate», eine preisgekrönte Sendung, für die er weiterhin arbeitet. Nach dem Workshop folgt eine Podiumsdiskussion zum Thema «Recherchieren in Zeiten von Corona» bevor wir zur Verleihung des Goldenen Bremsklotzes 2020 kommen – in einer Corona-Spezialausgabe! Und zum Abschluss gibt es einen sozialdistanzierten Apéro.

Weil Vereine gemäss den Covid Verordnungen 2 und 3  des Bundesrates im Jahr 2020 ihre Mitgliederversammlungen entweder physisch, elektronisch oder schriftlich durchführen können, hat der Vorstand von investigativ.ch an seiner Sitzung vom 22. September beschlossen, die Mitgliederversammlung 2020 schriftlich durchzuführen. Die Mitglieder haben die entsprechenden Unterlagen erhalten und können bis 28.10. um Mitternacht abstimmen.

Goldener Bremsklotz 2020 – die Corona-Sonderedition

Das Corona-Virus hat die Schweiz noch immer fest im Griff: Es sind aufregende, aber auch schwierige Zeiten für recherchierende Journalistinnen. Kritische Fragen? Zur Zeit nicht besonders erwünscht. Insistieren, nachhacken, Dokumente verlangen: Haben die Beamte nicht schon genug zu tun? «Muss das wirklich sein? brauchen sie das wirklich? Wir laufen total am Limit.»

Solche und ähnliche Aussagen haben wir alle häufig gehört. Aber wer hat Euch in der Krise besonders dreist abgewimmelt? Wer hat Euch angelogen? Schickt uns Eure Vorschläge für den Goldenen Bremsklotz 2020 – die Corona-Sonderedition. Möge der übelste Informationsverhinderer gewinnen! 

kontaktATinvestigativ.ch

Recherche-Verhinderer gesucht!

Für unseren goldenen Bremsklotz suchen wir noch aktuelle Beispiele. Gerne auch solche, die mit Corona zu tun haben. Eingesperrte Daten, der Virus als Ausrede für Intransparenz, usw. Schick deinen Vorschlag an kontaktATTinvestigativ.ch.