Leitfaden von RSF zu Cybersicherheit
Wie sich Medienschaffende konkret gegen digitale Angriffe und Überwachung schützen können, erklärt ein neuer Leitfaden von Reporter ohne Grenzen.
Was gilt es bei der digitalen Sicherheit zu beachten? Gerade für Journalistinnen und Journalisten ist dies eine zentrale Frage: «Medienschaffende sind bevorzugte Ziele der Überwachung, sei es durch staatliche Akteure, kriminelle Gruppen oder Unternehmen, die ihre Interessen durchsetzen wollen», schreibt Reporter ohne Grenzen/Reporter sans Frontières (RSF) in einer Mitteilung.
Die Organisation baut deshalb den Bereich Cybersicherheit aus. Ressourcen und Fachwissen sollen Journalist:innen helfen, «sicher zu arbeiten und ihre Quellen zu schützen».
Ein erstes Angebot ist nun auf der Webseite von RSF zugänglich: Ein Leitfaden für digitale Sicherheit listet praktische Empfehlungen auf. Sie richten sich an alle Medienschaffenden und sind unterteilt in vier Sicherheitsstufen – für investigative Journalist:innen gilt mindestens Stufe 2:
- 1. Stufe: Basismassnahmen für wirtschaftliche und politische Berichterstattung
- 2. Stufe: Anonymität im Netz für Recherchejournalismus
- 3. Stufe: Quellenschutz für Recherchen zu Risikothemen
- 4. Stufe: Gesicherte Umgebung für Recherchen mit vertraulichen Quellen
Die Tipps betreffen vor allem die sichere, anonyme und verschlüsselte Kommunikation mit Handy und Computer, das Speichern und Löschen von Daten, den Schutz vor Phishing, Tracking und Hacking, allgemeines Verhalten an öffentlichen Orten und die Arbeit mit sensitiven Daten. Aber auch das Vorgehen, falls ein Gerät beschlagnahmt wird, ist Thema.
Um das Bewusstsein für Cybersicherheit bei Medienschaffenden weiter zu stärken, stellt RSF weitere Angebote, darunter Kurse, in Aussicht.